Neustart im Bergwacht-Zentrum


Kategorie: Nachrichten, Besondere Mitteilungen

 

Mit einer feierlichen Einweihung und einem Tag der offenen Tür für alle Bergretter mit ihren Familien wurde das Bergwacht-Zentrum vergangenes Wochenende nach zweijähriger Umbauphase wiedereröffnet.

Bad Tölz - Über 200 geladene Gäste begrüßte Norbert Heiland, Vorsitzender der Bergwacht Bayern im Rahmen der Wiedereröffnung am vergangenen Freitag im Bergwacht-Zentrum.

Staatsminister Joachim Herrmann betonte in seiner Rede die Bedeutung der Einrichtung für alle Einsatzkräfte: „Unsere leistungsfähigen Organisationen, ob Bergwacht, Feuerwehr, freiwillige Hilfsorganisationen oder Technisches Hilfswerk, sind für die innere Sicherheit in unserem Land unverzichtbar. Sie brauchen neben einer guten Ausstattung auch die entsprechende Ausbildung und die Möglichkeit, realitätsnah Rettungseinsätze zu üben, um im Ernstfall erfolgreich zu sein. Genau das gewährleistet das neue Ausbildungs- und Sicherheitszentrum der Bergwacht.“

In den Jahren 2008 bis 2013 haben mehr als 12.000 Trainingsteilnehmer im Bergwacht-Zentrum für den Ernstfall trainiert. Der Freistaat Bayern wird zukünftig dauerhaft den Betrieb mit jährlich rund 800.000 € unterstützen. Damit ist sichergestellt, dass alle Spezialisten der Einsatzeinheiten ein regelmäßiges Training in Bad Tölz absolvieren können. „Wenn wir am Anfang gewusst hätten, was am Ende rauskommt, hätten wir uns wahrscheinlich nicht getraut“, so Alois Glück, ehemaliger Vorsitzender der Bergwacht Bayern und heutiger Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Bergwacht. Für seine außerordentliche Tatkraft und das Engagement erhielt Alois Glück an diesem Tag das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes.

Der zweite Flugsimulator der österreichischen Firma AMST, ein Multifunktionstrainer zur Abbildung verschiedener Hubschraubermuster und Funktionen von Rettungswinden, ist zentraler Bestandteil der Baumaßnahmen. In kurzer Abfolge demonstrierten Wasserretter, Feuerwehrmänner und Einsatzkräfte der Polizei und der Bergwacht die Vielfältigkeit der neuen Trainingsmöglichkeiten an Hausdächern, vertikalen Wänden und im wassergefluteten Trainingsbereich. Gerhard Opperer, ehemaliger Geschäftsführer der Bergwacht und einer der „Gründungsväter“ des Bergwacht-Zentrums wies in seiner Moderation auf die weiteren Ausbildungsthemen im Bergwacht-Zentrum hin. Im Wesentlichen sind das der Bereich Einsatztaktik und Führung, der Bereich Notfallmedizin, die Höhlenrettung und die Sicherheitsforschung.

Am Samstag waren die Türen insbesondere für die Angehörigen und älteren Kameraden aus den Bergwachten geöffnet. Während die Bergwacht Bad Tölz für Würstel und Kuchen sorgte, die Kinder den Simulator in Beschlag nahmen, wurden von den Aktiven und Ehemaligen die neuen Sonderausstattungen begutachtet und diskutiert. Auch diese 400 Besucher waren voll des Lobes, bevor bereits am Sonntag das erste Training startete.